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Übersicht

Microneedling

Microneedling ist ein schonendes, nicht-abtragendes Verfahren zur Korrektur und Verbesserung von Narben, zur Glättung und Regulierung von Falten und Pigmentstörungen im Gesicht.

Weitere Einsatzmöglichkeiten gibt es bei der Behandlung von Cellulite oder Dehnungsstreifen.

Feinste Micronadeln sind auf medizinischen Rollern oder Stempeln (Dermastamp) verteilt. Durch sanftes Rollen über die Haut, bzw. Stempeln, dringen tausende feine Nadeln in die Haut ein und verursachen hierbei eng benachbarte Mikroläsionen. Dabei können auch zuvor auf das Behandlungsareal aufgetragene Wirkstoffe eingeschleust werden.

Die kleinen Nadelverletzungen führen in der Haut zur Freisetzung von Wachstumsfaktoren, zur Anregung der Durchblutung und zu Zellerneuerung. Es kommt zur Neubildung von Kollagen, von elastischen Fasern und Hyaluronsäure. Einzelne Hautzellen werden zur schnelleren Teilung angeregt und wandeln sich zu Hornzellen um. Diese Hornzellen bilden die oberste Hautschicht und verjünge diese.

Durch die wiederholte Induktion von Mikroverletzungen und -entzündungen werden Pigmentschäden reduziert, Narben geglättet und die Mikrostruktur der Haut verbessert.

 

Durchführung

Um die Schmerzen durch die Nadelstiche zu reduzieren, wird etwa 30 Minuten vor der Behandlung eine betäubende Creme aufgetragen. Nach dieser Einwirkzeit und Entfernung der Cremerückstände wird der Dermaroller wiederholt in waagerechter, vertikaler und diagonaler Richtung gerollt. Nach der Behandlung wird die Haut mit einer hautberuhigenden Creme versorgt.

Die Haut fühlt sich direkt nach der Therapie bereits frischer und gesünder an, die eigentliche Wirkung, insbesondere die Kollagenneubildung, ist jedoch erst nach einigen Wochen oder Monaten abgeschlossen.

Je nach Indikation und Ausmaß der zu behandelnden Hautveränderungen muss mit vier oder fünf Behandlungen gerechnet werden. Der Abstand zwischen den Sitzungen beträgt in der Regel vier bis sechs Wochen.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Microneedling eignet sich sehr gut zur Behandlung von Aknenarben oder anderer Narben, wie z.B. nach Verbrennungen, sowie zur Korrektur von Dehnungsstreifen (Striae) und Falten.  Zudem fördert es die Hautstraffung und kann bei Cellulite gute Ergebnisse erzielen. Auch für die Regulierung von Sonnenschäden, insbesondere von Hyperpigmentierungen (Melasma, Chloasma, postentzündliche Hyperpigmentierung) kommt das Microneedling in Frage.

 

Nachbehandlung und Nebenwirkungen

Im Rahmen der Behandlung kommt es zu einer Rötung und geringfügigen Schwellung, die bis zu zwei Tage anhalten können. Leichte Punktblutungen sind möglich, sie hören jedoch nach kürzester Zeit wieder auf.

Nach der Behandlung sollte zur Vermeidung von vermehrter Pigmentbildung für mindestens eine Woche eine Pflegecreme mit Lichtschutzfaktor (LSF 50) aufgetragen werden. Direkte Sonne und Solariumbesuche sind zu meiden.

Kontraidikationen sind die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (Marcumar, ASS, Aspirin, Ibuprofen), da durch sie eine erhöhte Gefahr von Blutergüssen besteht und akute Hautinfektionen (z.B. Herpesinfektion) sowie Verletzungen im Behandlungsareal.